Businesspark: Offener Brief an Bürgermeister:innen des Sonnenlandes

Zwischen Oberpullendorf und Steinberg-Dörfl entsteht hoffentlich ein nachhaltiges Einkaufszentrum - Businesspark Mittelburgenland genannt
Zwischen Oberpullendorf und Steinberg-Dörfl entsteht hoffentlich ein nachhaltiges Einkaufszentrum - Businesspark Mittelburgenland genannt

per E-Mail an:

27+1 Bürgermeister:innen
Bezirk Oberpullendorf
Burgenland, Österreich


Sehr geehrte Damen und Herren!
Werte Bürgermeister:innen des Sonnenlandes!

Morgen endet die Frist, um eine Stellungnahme nach Einsicht zum Masterplan des interkommunalen Businesspark Mittelburgenland abzugeben. Dieser Masterplan liegt noch im Gemeindeamt Steinberg-Dörfl auf und bietet ein grobes Konzept zu Verkehr, Nutzung, Begrünung, Bebauung und Energie im Zuge der Errichtung des Businessparks zwischen Steinberg-Dörfl und Oberpullendorf. Der interkommunale Gedanke an Bauprojekten bringt viele augenscheinliche Vorteile. Daher haben sich 27 von 28 Gemeinden im Bezirk dafür ausgesprochen. Wir vom Verein BLOP! wollen Sie als Verantwortliche auf einige Punkte aufmerksam machen, die jedenfalls für den weiteren Projektverlauf berücksichtigt werden müssen.

Morgen endet die Frist, um eine Stellungnahme nach Einsicht zum Masterplan des interkommunalen Businesspark Mittelburgenland abzugeben. Dieser Masterplan liegt noch im Gemeindeamt Steinberg-Dörfl auf und bietet ein grobes Konzept zu Verkehr, Nutzung, Begrünung, Bebauung und Energie im Zuge der Errichtung des Businessparks zwischen Steinberg-Dörfl und Oberpullendorf.

Der interkommunale Gedanke an Bauprojekten bringt viele augenscheinliche Vorteile. Daher haben sich 27 von 28 Gemeinden im Bezirk dafür ausgesprochen. Wir vom Verein BLOP! wollen Sie als Verantwortliche auf einige Punkte aufmerksam machen, die jedenfalls für den weiteren Projektverlauf berücksichtigt werden müssen.

Ökologische Verantwortung beherzigen

Für jene 27 Gemeinden im Bezirk, die den Grundsatzbeschluss gefasst haben, bedeutet das Projekt auch, dass man sich aktiv für eine nachhaltige Lösung einsetzen MUSS. Wie auch im Masterplan nachzulesen ist, stellt man den Betrieben frei Begrünung, Energiekonzepte und Verkehrsstruktur bestmöglich zu gestalten. Der heutige Baustandard muss eingehalten werden, doch wirklich nachhaltige Lösungen werden mit SOLL oder sogar KANN beschrieben bzw. empfohlen.

Wir stehen an der Kippe zu einer Welt, die unwiederbringlich klimatisch für unsere Kinder zerstört wird. Viele innovative und ökologische Lösungen könnten den Businesspark zu einem Vorzeigeprojekt machen, der z.B. Baufachleute, Raumplaner:innen und Wissenschaftler:innen aus aller Welt anzieht. Plus-Energie-Häuser, Überdachung von Parkflächen mit PV, geringste Lichtverschmutzung oder das Verbot von fossilen Energieträgern sind nur einige Maßnahmen, die in anderen Bundesländern bereits zum Standard gemacht wurden. Mehr Infos dazu hat Energieexperte Josef Buchinger in einem Blogartikel beschrieben.

Einzig der Mut muss bei jede:r/m von Ihnen vorhanden sein. Der Mut für den Businesspark konkrete MUSS-Anforderung, statt KANNs in der Nachhaltigkeit zu fordern. Der Mut sich als Gemeinschaft im Sonnenland für das ökologische Wording „sind vorgeschrieben“ statt „ist zulässig“ einzusetzen. Und natürlich den Mut auch selbst mit Rückwidmungen von Flächen ein Zeichen für eine nachhaltige Lösung zu setzen.

Die Hauptstadt des Sonnenlandes und ihre Partner

Nun dürfen wir uns direkt an Bürgermeister Heisz in Oberpullendorf wenden. Die Verantwortung von Oberpullendorf als Hauptstadt des Sonnenlandes im Projekt ist eine Herausforderung. Einerseits muss man hinter der Interkommunalität und somit hinter der Gemeinschaft der Gemeinden stehen. Andererseits wird es mit 3 Einkaufszentren rund um Oberpullendorf immer schwieriger das Aussterben des Ortskerns einer Einkaufsstadt zu verhindern.
Mit dem Projekt „Businesspark Mittelburgenland“ entsteht auch die Chance sich als Wohlfühlstadt zu positionieren und mit Handelsbetrieben und Einkaufszentren eine Symbiose für das Sonnenland anzustreben. Die Welt verändert sich, die Bedürfnisse der Menschen ändern sich, und Städte müssen sich weiterentwickeln. Also ist es auch Zeit das Herzstück des Sonnenlandes, unsere Heimatstadt und Hauptstadt, mit allen Kräften und Bürger:innen-Beteiligung weiterzuentwickeln.

Wir werden jedenfalls mit allen Kräften versuchen durch starke Partnerschaften Oberpullendorf zu dem Zentrum des Bezirks zu machen, das es im Sonnenland braucht. Das Gemeinsame ist somit nicht nur innerhalb unserer Gemeinde höchst notwendig, sondern auch in der Gemeinschaft der Gemeinden im Sonnenland voranzustellen.

Das Land Burgenland kann es besser

Zuletzt wollen wir auch das Land Burgenland und die Vertreter:innen der Wirtschaftsagentur Burgenland nicht nur darum bitten im Gespräch zu bleiben. Wir haben als Verein vor vielen Monaten eine Petition gestartet, um einen ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Businesspark mitzugestalten auf den die Bürger:innen im Sonnenland stolz sein können.

Natürlich ist so ein Projekt eine Herausforderung. Nicht nur Genehmigungen, Überzeugen der Gemeinden, Planung und Konzeption, als auch Betriebe zu finden, die sich bei uns ansiedeln wollen, ist sicher nicht einfach. Doch wir können nur darum bitten, unseren Input zur nachhaltigeren Projektgestaltung – wie in unserem Blogartikel beschrieben.

Wir haben schon sehr viel im Burgenland geschafft. Vielleicht schaffen wir es auch, ein Vorzeigeprojekt der Nachhaltigkeit und Interkommunalität zu schaffen, das uns mit Stolz erfüllt. Alle Bürgermeister:innen im Sonnenland verdienen eine Beteiligung an einem Projekt, das wir nachfolgenden Generation als gemeinsame Leistung für mehr Nachhaltigkeit vorweisen können.

Bei Fragen, Anregungen und gemeinsamen Lösungsansätzen stehen wir jederzeit gerne zu Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

BLOP!