Wissen sammeln, Menschen verbinden, Projekte möglich machen: BLOP! ist oft unterwegs für Oberpullendorf
Seit über fünf Jahren besucht BLOP! regelmäßig Veranstaltungen und Weiterbildungen, sammelt Informationen und knüpft Kontakte. Allen voran Didi, der als Obmann immer darauf bedacht ist, das Beste für Oberpullendorf möglich zu machen. Wer gute Ideen entwickeln will, muss zuhören, Fragen stellen und sich ansehen, was anderswo funktioniert.
Auch der letzte Rückblick vom Mai 2026 hat dieses Engagement sichtbar gemacht. Im September ging es weiter: vom Fußverkehrs- und Radgipfel über den Impulsraum zur Dorfentwicklung und die Ortskernbelebung-Enquete bis zur Citytagung von RegioPlan. Vier Veranstaltungen, viele Gespräche und eine gemeinsame Frage: Was davon können wir für Oberpullendorf nutzen?
Fußverkehrs- und Radgipfel: Gute Wege für ein besseres Miteinander
Am 11. September besuchten Alfred Liebmann, Sonja Csitkovics und Didi Csitkovics den Fußverkehrs- und Radgipfel im Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt. Alfred ist Ansprechpartner für das bestehende BLOP!-Projekt „Radln in OP“, das Menschen für sichereres Radfahren, mehr Rücksicht und bessere Bedingungen zusammenbringt.
Eine wichtige Erkenntnis: Radinfrastruktur kann auch mit kleinem Budget große Wirkung erzielen. Gute Verkehrsplanung betrifft dabei die gesamte Stadtentwicklung. Wie kommen Kinder zur Schule? Wo können ältere Menschen angenehm zu Fuß unterwegs sein? Wie erreichen wir Geschäfte und Treffpunkte?
Dafür braucht es Bewusstsein für gemeinsam genutzte Verkehrswege und Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse. Zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto: Alle sollen sinnvoll und sicher unterwegs sein können. Gerade im Sonnenland könnte Radfahren auch touristisch eine stärkere Rolle spielen, wenn Wege und Aufenthaltsorte zum Wohlfühlen einladen.
Aus dem Gipfel kam ein konkreter Anstoß für das inzwischen eingereichte Förderprojekt „Radln ins Zentrum“: die vorhandene Verkehrskonzeption von NAST Consulting aus dem Jahr 2021, die laut Didi noch in der Schublade des Gemeindeamtes liegt, wieder aufgreifen und aktualisieren. Für bessere Verbindungen und ein besseres Miteinander im Verkehr.

Impulsraum: Dorfentwicklung braucht Vernetzung
Am 17. September fand im Landhaus in Eisenstadt der zweite Impulsraum zur Dorfentwicklung im Burgenland statt. Didi war wieder dabei, um Kontakte zu vertiefen, neue Perspektiven kennenzulernen und Informationen aus erster Hand mitzunehmen.
Der Austausch mit Planern, Stadtentwicklern, regionalen Verantwortlichen und Siedlungsgenossenschaften eröffnet Möglichkeiten, die im eigenen Gemeindealltag oft schwer sichtbar werden. Wer arbeitet an ähnlichen Fragen? Welche Erfahrungen gibt es bereits? Wo könnten Kooperationen entstehen?
Besonders wertvoll waren die Informationen zur Dorfentwicklungsförderung. Sie helfen dabei, Ideen für Oberpullendorf mit passenden Unterstützungsmöglichkeiten zusammenzubringen und Vorhaben besser vorzubereiten.
Vernetzung bedeutet für BLOP! nach solchen Gesprächen dranzubleiben. Ein Kontakt kann später bei einer fachlichen Frage helfen, eine Erfahrung neue Wege aufzeigen und eine Förderinformation ein Projekt einen Schritt weiterbringen. Dafür braucht es Menschen, die Wissen zusammentragen und die Verbindung zwischen Fachleuten, Bevölkerung und möglichen Vorhaben herstellen.
Ortskernbelebung-Enquete: Ein klares Konzept und den Mut zum Handeln
Am 22. September luden die Wirtschaftskammer Burgenland und die Stadtgemeinde Eisenstadt zur Enquete „Was belebt Stadt- und Ortskerne?“. Für Didi brachte sie weitere wichtige Kontakte und eine klare Bestätigung: Lebendige Zentren brauchen ein Konzept, Verantwortung und Menschen, die sich kontinuierlich kümmern.
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner stellte den Ansatz von Eisenstadt mit sieben Punkten vor. Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit, Stadtmarketing und Unterstützung für Betriebe greifen dabei ineinander. Die Beispiele von Monika Hohenecker und Roland Gruber zeigten zudem, wie viel durch passende Nutzungen, aktive Beziehungsarbeit und konsequentes Engagement entstehen kann.
Die Wirtschaftskammer betonte die wirtschaftliche Bedeutung: Betriebe brauchen gute Rahmenbedingungen, damit Ansiedlung gelingt und Kaufkraft in der Region bleibt. Gleichzeitig machen auch Wohnen, Kultur, Gastronomie und alltägliche Begegnungen einen Ortskern lebendig. Mehr dazu beschreibt der Nachbericht der Wirtschaftskammer.
Für Oberpullendorf bleibt daraus: Kontakte pflegen, gemeinsam weiterdenken und mutige Entscheidungen treffen. Die vorgestellten Beispiele zeigten Wege, die weit über einzelne Förderprojekte hinausgehen – getragen von klaren Zielen und dem Willen, sie umzusetzen.

RegioPlan-Citytagung: Menschen in die Stadt bringen – und Gründe zum Bleiben schaffen
Am 24. September ging es für Didi zur Citytagung von RegioPlan ins Haus des Meeres in Wien. Das Motto „Menschen in die Stadt“ traf viele Fragen, die uns auch in Oberpullendorf beschäftigen: Was belebt den Ortskern? Welche Angebote werden gebraucht? Wie können Gebäude und Flächen sinnvoll weiterentwickelt werden?
RegioPlan ist für BLOP! seit Jahren ein geschätzter Partner im Austausch über Stadtentwicklung, Ortskerne und Handelszonen. Die Veranstaltungen liefern immer wieder wertvolle Inhalte und praktische Beispiele. Auch die Unterstützung, die RegioPlan Orten und Gemeinden bei ihrer Entwicklung bietet, macht diesen Kontakt für uns besonders interessant.
Diesmal standen Citymanagement, Frequenzmessung, Immobilienentwicklung und der passende Nutzungsmix im Mittelpunkt. Wohnen, Handel, Gastronomie, Gesundheitsangebote und Kultur können einander stärken. Ein Arztbesuch lässt sich mit einem Einkauf verbinden, ein Café mit einem Treffpunkt, ein neu genutztes Gebäude mit zusätzlichen Angeboten im Zentrum. Solche Verbindungen schaffen Alltag und Leben im Ortszentrum.

Dazu gehören angenehme Wege, Schatten, Begrünung, Sitzmöglichkeiten und ein Gefühl von Sicherheit. Ebenso braucht es ein Citymanagement, das Kontakte pflegt, Eigentümer einbindet und Entwicklungen begleitet.
Ein besonders konkreter Impuls entstand aus den Beiträgen zur Frequenzmessung: das Projekt „Wege verstehen“, Nummer 6 unserer elf eingereichten Projekte für ein lebenswertes Oberpullendorf. Zusammengefasste, datenschutzkonforme Mobilitätsdaten sollen zeigen, wo Menschen unterwegs sind, wo sie bleiben und wie sich Wege verändern. Daraus können bessere Grundlagen für Verkehrsplanung, Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus entstehen.
Auch in andere der elf Projekte sind Erkenntnisse aus Veranstaltungen der vergangenen Jahre eingeflossen. So wird aus kontinuierlicher Weiterbildung Schritt für Schritt eine Grundlage für konkrete Ideen.
Möglichmacherei: Fachwissen trifft auf deine Ideen
Professioneller Input hilft uns, Möglichkeiten zu erkennen und Projekte vorzubereiten. Mindestens genauso wichtig sind die Erfahrungen der Menschen, die hier leben. Du weißt, wo ein Bankerl fehlt, welcher Weg schwierig ist oder welches Angebot unseren Alltag bereichern könnte.
Genau dafür gibt es die Möglichmacherei. Oft beginnt eine Idee mit einem einfachen Satz: „Eigentlich müsste man …“ Daraus kann ein Gespräch entstehen, dann eine kleine Gruppe und schließlich ein gemeinsames Projekt.
Genussmarkt, JUZOP, Schwimmbadfreunde und „Radln in OP“ zeigen, wie solche Impulse wachsen können. Deine Idee muss dafür noch nicht fertig durchdacht sein. Vielleicht bringst du auch Wissen, einen hilfreichen Kontakt, ein paar Stunden Zeit oder Begeisterung für ein bestehendes Vorhaben mit.
Ideen können digital, handschriftlich oder im persönlichen Gespräch eingebracht werden. Manche brauchen Geld, fachliche Prüfung oder politische Entscheidungen. Andere lassen sich schon mit wenigen Menschen ausprobieren. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam herausfinden, was Oberpullendorf weiterbringt – und wer es möglich machen möchte.

Jeder Beitrag zählt – vielleicht macht deiner den Unterschied
Bring dich ein: in einem Verein, bei einer Initiative oder bei BLOP! als Plattform für ein mutiges, innovatives Miteinander in Oberpullendorf. Hier sammeln wir Ideen, verbinden Menschen und entwickeln gemeinsam Projekte.
Daraus ist auch das BLOP!-Projekt die „Liste für ALLE“ entstanden: eine überparteiliche Bürgerbewegung für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2027. Wie du dich dort einbringen kannst, erfährst du auf der Unterstützungsseite der Liste für ALLE. Bei Fragen erreichst du uns über den BLOP!-Kontakt.
Jeder Beitrag zählt. Wir machen es gemeinsam möglich. Und Du machst für das nächste Projekt vielleicht den Unterschied.