11 Projekte für ein lebenswertes Oberpullendorf: Gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten

Mehr Schatten und Grün, sichere Wege, neue Treffpunkte und bessere Freizeitangebote: BLOP! hat am 30. September 2026 elf Projekte zur Dorfentwicklungsförderung eingereicht. Sie verbindet ein gemeinsames Ziel: Oberpullendorf soll eine Stadt sein, in der sich alle Oberpullendorferinnen und Oberpullendorfer wohlfühlen – in unserer Hauptstadt des Sonnenlandes.
Insgesamt wurden Vorhaben mit einem Projektvolumen von über 400.000 Euro eingereicht. Dabei besteht die Chance auf eine Förderung von bis zu 100 Prozent. Welche Projekte tatsächlich förderfähig sind und in welchem Umfang Unterstützung möglich ist, wird sich erst im weiteren Bewertungsverfahren zeigen. Auch sind weitere Projekte bei über die Möglichmacherei – wie der Name schon sagt – möglich. Wenn ALLE mitmachen ist das durchaus möglich. Das zeigen auch diese ersten 11 BLOP!-Projekte.
Die Einreichungen sind ein Ausgangspunkt für gemeinsame Stadtentwicklung. Manche Ideen sehen bereits konkrete erste Verbesserungen vor. Andere schaffen durch Planung, fachliche Prüfung und Beteiligung die Grundlage für spätere Entscheidungen. Alle bieten die Möglichkeit, Anliegen aus der Bevölkerung aufzugreifen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Das sind die eingereichten Projekte für Oberpullendorf:
Die elf Illustrationen wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt. Sie veranschaulichen die Projektideen und zeigen weder bestehende Anlagen noch verbindliche Planungen.

1. Jugend-Multifunktionscourt: Platz für Bewegung und Begegnung
Basketball und Fußball gehören zu den Freizeitangeboten, die sich Jugendliche bei der BLOP!-Jugendbefragung gewünscht haben. Ein öffentlich zugänglicher Multifunktionscourt soll dafür einen dauerhaften Ort schaffen. Jugendliche sollen Standort, Ausstattung und Nutzungsregeln mitgestalten; mögliche Anrainerinnen und Anrainer werden frühzeitig eingebunden. Für Betreuung und Betrieb ist die Einbindung des Jugendvereins JUZOP vorgesehen. So kann ein Treffpunkt entstehen, der Sport, Gemeinschaft und Eigenverantwortung verbindet.

2. Freibad: Mehr Möglichkeiten für Schwimmen, Spielen und Sport
Das Freibad soll als Bewegungs- und Begegnungsort stärker genutzt werden. Vorgesehen sind ein aufgewerteter Volleyballplatz, zusätzliche Spielangebote und ein Chipkarten-Zutrittssystem, das längere Schwimmzeiten ermöglichen soll. Ein getrennt zugänglicher Spielbereich könnte auch außerhalb der Badesaison genutzt werden. Aufbauend auf den Ideen der Schwimmbadfreunde und der Bürgerbefragung soll vorhandene Infrastruktur mehr Menschen zugutekommen und der Standort des Schwimmbades langfristig gestärkt werden.

3. Grüner Hauptplatz, 1. Teil: Schatten und Aufenthaltsqualität gewinnen
Für den Hauptplatz ist ein erster Umsetzungsschritt des bestehenden Begrünungskonzepts vorgesehen, das von BLOP! nach Entwicklung mit dem Verein für ein attraktives Oberpullendorf und für den Stadtgemeinde beim Entsiegelungswettbewerb "Baba Beton" eingereicht wurde. Die Bäume im südlichen beziehungsweise südwestlichen Bereich sollen größere, entsiegelte Wurzelräume und bessere Bedingungen für ihre Wasserversorgung erhalten. Ergänzend sind drei bis fünf mobile Grün- und Sitzmodule geplant. Sie schaffen zusätzliche Aufenthaltsorte und unterstützen ein angenehmeres Mikroklima, während der Platz weiterhin flexibel für Veranstaltungen nutzbar bleibt. Weitere Schritte für einen begrünten und beschatteten Hauptplatz sollen folgen.

4. Radln ins Zentrum: Verbindungen sichtbar und sicherer machen
Bestehende Radwege und regionale Radrouten sollen besser mit dem Zentrum, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Einkaufsbereichen verbunden werden. Ein aktualisiertes Radverkehrskonzept (auf Basis des vorhandenen Verkehrskonzeptes von NAST Consulting aus dem Jahr 2021), klare Bodenmarkierungen und ein verständliches Leitsystem sollen dafür die Grundlage schaffen. Zugleich wird geprüft, wo getrennte Radwege und weitere Sicherheitsmaßnahmen notwendig und machbar sind. Das erleichtert Alltagswege mit dem Rad und bringt auch Menschen, die in der Region unterwegs sind, näher an unsere Innenstadt.

5. Verschnaufbankerl: Kleine Rastplätze mit großem Nutzen
Bis zu acht beschattete Rastplätze sollen wichtige Fuß- und Radwege angenehmer machen. Neben bequemen Sitzmöglichkeiten sind je nach Standort Begrünung, Radabstellplätze, Trinkbrunnen oder einfache Lademöglichkeiten (für Handy bis E-Bike) denkbar. Die Bevölkerung soll geeignete Plätze vorschlagen und bei der Auswahl mitwirken. Besonders ältere Menschen profitieren von verlässlichen Möglichkeiten zum Ausruhen. Gleichzeitig entstehen kleine Treffpunkte für alle Generationen, die Bewegung und Begegnung im Alltag erleichtern.

6. Wege verstehen: Eine bessere Grundlage für Stadtentwicklung
Wo sind Menschen unterwegs, wo bleiben sie länger und wie verändern sich diese Wege? Das Projekt „Wege verstehen“ soll solche Fragen mit zusammengefassten, datenschutzkonformen Mobilitätsdaten untersuchen. Karten und regelmäßige Auswertungen sollen helfen, Fuß- und Radwege, Aufenthaltsorte, Verkehrsmaßnahmen und Standortentscheidungen gezielter zu planen. Auch Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus sollen daraus Erkenntnisse gewinnen. So lässt sich die Entwicklung Oberpullendorfs über mehrere Jahre nachvollziehen und die Wirkung von Veränderungen besser beurteilen.

7. Grünraumbeteiligung: Gemeinsam eine kühlere Stadt schaffen
Bis zu 1.000 zusätzliche Bäume in drei Jahren bilden das Zielbild eines stadtweiten Begrünungsprogramms. Dafür sollen geeignete Standorte fachlich geprüft und gemeinsam mit der Bevölkerung priorisiert werden. Besonders wichtig sind Schatten entlang von Fuß- und Radwegen sowie in stark hitzebelasteten Bereichen. Klimaangepasste Arten, Bewässerung, Pflege und Baumpatenschaften werden von Beginn an mitgedacht. Das eingereichte Projekt verbindet diese Vorbereitung mit einer ersten Pflanzetappe – für dauerhaft mehr Grün und Lebensqualität.

8. Wohlfühlstraße: Die obere Hauptstraße gemeinsam neu denken
Der Abschnitt zwischen Hauptplatz und Raiffeisenbank soll als attraktiver, grüner und verkehrsberuhigter Stadtraum weitergedacht werden. In einem Planungs- und Beteiligungsprozess sollen unterschiedliche Varianten entstehen, die sichere Fuß- und Radwege mit Anrainerzufahrten, Lieferverkehr und den Bedürfnissen der Betriebe verbinden. Begrünung und Regenwassermanagement sollen mit der notwendigen Kanalsanierung abgestimmt werden. Ziel ist eine gemeinsam entwickelte Grundlage für eine Straße, auf der Menschen gerne unterwegs sind und sich gerne aufhalten.

9. Mobilitäts-Hub Sonnenland: Parken und Weiterkommen verbinden
Ein möglicher Mobilitätsknoten soll Parkmöglichkeiten, sichere Radabstellplätze, Ladeangebote und Elektro-Shuttle- oder Busverbindungen sinnvoll zusammenführen. Zunächst werden geeignete Standorte, ihre Verfügbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und mögliche Betriebsmodelle untersucht. Daraus soll eine belastbare Entscheidungsgrundlage entstehen. Langfristig könnte ein solcher Hub den Parkplatzdruck im Zentrum verringern und die Innenstadt besser mit Einkaufszentren (Business Park, Powercenter & Stop-Shop) und der gesamten Region verbinden.

10. Scheune am Klemmparkplatz: Gemeinsam über die Zukunft entscheiden
Welche Möglichkeiten bieten die Scheune, der bestehende Parkplatz und die angrenzenden Freiflächen? Ein offener Beteiligungs- und Machbarkeitsprozess soll unterschiedliche Nutzungen prüfen – etwa einen Kinderspielplatz, beschattete Parkflächen, Begegnungsräume oder eine neue Nutzung des Altbestands. Bevölkerung, Eigentümerinnen und Eigentümer, Gemeinde und Fachleute sollen gemeinsam realistische Varianten entwickeln. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die Zukunft dieses Bereichs und zugleich Erfahrung für weitere Beteiligungsprojekte.

11. K4-Kulturplattform: Kultur, Kunst, Kneipe und Kommunikation
K4 soll Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler, Gastronomie und kulturinteressierte Menschen zusammenbringen. Eine offene, kostenlose Auftaktveranstaltung soll den Start für ein dauerhaftes Netzwerk bilden. Geplant sind anschließend zwei bis vier Kulturstammtische pro Jahr an wechselnden Orten. Bestehende Initiativen sollen eingebunden werden, neue Kooperationen und Veranstaltungsideen entstehen können. Damit wird Kultur sichtbarer, die Gastronomie als Begegnungsort gestärkt und das kulturelle Leben in der Hauptstadt des Sonnenlandes bereichert.
Jetzt Rückmeldung ermöglichen und gemeinsam weiterentwickeln
Mit einem zustimmenden Gemeinderatsbeschluss soll der Weg für die Rückmeldung und Bewertung durch die Jury geöffnet werden. Diese Einschätzung bietet die Möglichkeit, Stärken der Projekte zu erkennen, offene Fragen zu klären und die Ideen gezielt weiterzuentwickeln. Im Jänner 2027 besteht wieder die Möglichkeit einer neuerlichen Einreichung.
Wie dem Gemeinderat bereits mitgeteilt wurde, soll die konkrete Ausgestaltung gemeinsam mit allen Fraktionen erfolgen. Jede Fraktion kann ihre Perspektiven, Erfahrungen und Vorschläge einbringen. Ebenso sollen alle Interessierten, Betroffenen und Verantwortlichen an der Entwicklung jener Projekte mitwirken können, die gemeinsam zur Umsetzung gebracht werden sollen.
So können aus den eingereichten Ideen abgestimmte Vorhaben werden, die von vielen Menschen getragen werden. Bis zum Jahreswechsel bietet sich die Chance, gemeinsam Prioritäten zu setzen und mit gut vorbereiteten Projekten ins neue Jahr zu starten.
Eine Chance für die Hauptstadt des Sonnenlandes
Die elf Vorhaben greifen ineinander: Mehr Grün macht Wege und Plätze angenehmer. Sichere Verbindungen erleichtern den Zugang zum Zentrum. Sport, Spiel und Kultur schaffen Begegnung. Fachliche Planung und Beteiligung helfen, Entscheidungen auf eine tragfähige Grundlage zu stellen.
BLOP! möchte diese Chance gemeinsam mit der Stadtgemeinde, allen Gemeinderatsfraktionen und der Bevölkerung nutzen. Damit Oberpullendorf Schritt für Schritt ein Stück lebenswerter wird – für Kinder und Jugendliche, Familien und ältere Menschen, für unsere Betriebe und Vereine und für alle, die unsere Stadt ihr Zuhause nennen.