Abstand rettet Leben: Gemeinsame Runde für sicheres Radfahren in Oberpullendorf
Radfahren in Oberpullendorf soll sicherer werden: Mit einer gemeinsamen Aktion am 18. April um 10 Uhr macht BLOP! auf Abstandsregeln aufmerksam und bringt Menschen zusammen, die sich für bessere Radwege und mehr Rücksicht im Straßenverkehr in Oberpullendorf einsetzen.

Für alle, die sich in Oberpullendorf sicher mit dem Rad bewegen wollen
Wer in Oberpullendorf mit dem Rad unterwegs ist, kennt diese Momente: Ein Auto zieht knapp vorbei, man weicht Richtung Fahrbahnrand aus, der Puls geht hoch. Was im Alltag oft als normal gilt, ist in Wirklichkeit ein echtes Sicherheitsrisiko.
Dabei ist die Regel eindeutig. 1,5 Meter Abstand im Ortsgebiet und 2 Meter außerorts sind gesetzlich vorgeschrieben. Eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit aus dem Jahr 2023 zeigt jedoch ein anderes Bild: Hier der KFV-Artikel zur Studie. Nur etwa ein Viertel der Autofahrer:innen hält innerorts den Mindestabstand ein, auf Freilandstraßen sind es sogar nur 13 Prozent.
Mit dem Projekt „Radln in OP“ greift der Verein BLOP! ein Thema auf, das viele betrifft. Es geht darum, Erfahrungen sichtbar zu machen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Denn sichere Mobilität entsteht dort, wo Menschen hinschauen und sich einbringen.
Für Autofahrer:innen und Radfahrer:innen: Klarheit auf der Straße schafft Vertrauen
Im Straßenverkehr treffen täglich unterschiedliche Situationen aufeinander. Gerade im Ortsgebiet braucht es Aufmerksamkeit und ein gutes Gespür füreinander.
Die Straßenverkehrsordnung regelt es ganz klar 👉 § 7 Abs. 1 StVO: Radfahrer:innen müssen nicht am äußersten Rand fahren, wenn es ihre Sicherheit gefährdet. Autotüren können weit in die Fahrbahn ragen. Wer ausweicht, braucht Platz. Ein Abstand von mindestens 1,2 Metern zu parkenden Autos ist notwendig, um sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden.
Solche Situationen passieren täglich. Sie zeigen, wie wichtig es ist, die Regeln zu kennen und Rücksicht zu nehmen. Abstand schafft nicht nur Sicherheit, sondern auch Vertrauen im gemeinsamen Unterwegssein.
Abstandhalten heißt für mich auch, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen. Das ist für mich ein wichtiger Grundpfeiler für ein erfolgreiches Miteinander in unserer Gesellschaft.
Alfred Liebmann, Projekt-Kontakt bei BLOP! für "Radln in OP"
Für ganz Oberpullendorf: Gemeinsam sichtbar werden und dranbleiben
Am 18. April um 10 Uhr treffen sich Radfahrer:innen aus Oberpullendorf (und gerne auch darüber hinaus) am Parkplatz des Bildungscampus bzw. der Stadtbibliothek. Zuerst wird beim Kreisverkehr nahe dem Bildungscampus ein Transparent angebracht, das die Abstandsregeln klar zeigt. Danach fahren die Teilnehmer:innen gemeinsam durch das Ortszentrum. Die Botschaften auf den Jacken machen das Thema im Alltag sichtbar.
Die Aktion ist Teil des Projekts „Radln in OP“ und baut auf Erfahrungen aus anderen BLOP!-Initiativen sowie der Kooperation mit der Radlobby-Burgenland auf. In den letzten Jahren sind viele Formate entstanden, bei denen Menschen ihre Ideen einbringen und gemeinsam an der Zukunft der Stadt arbeiten.
Auch beim Thema Radfahren geht es genau darum. Menschen vernetzen sich, tauschen Erfahrungen aus und zeigen auf, wo es Verbesserungen braucht.
Dafür wurde auch eine WhatsApp-Gruppe (https://blop.at/whatsapp-gruppe-radfahren) gestartet. Dort sammeln sich Menschen aus Oberpullendorf, die sich für sichere Radwege und das Radfahren in Oberpullendorf allgemein einsetzen. Sie teilen Beobachtungen aus dem Alltag und entwickeln gemeinsam Ideen für konkrete Veränderungen.
Sichere Wege entstehen Schritt für Schritt. Mit Aufmerksamkeit, mit Austausch und mit Menschen, die dranbleiben.
Abstand ist dabei ein Anfang. Also am Samstag, den 18. April um 10 Uhr mitfahren, und in der WhatsApp-Gruppe "Radln in OP" vernetzen.
